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Lake Turkana National Parks

KeniaNairobi & Großer Afrikanischer GrabenbruchLodwar

Beschreibung

Lake Turkana National Parks 

Der Sibiloi-Nationalpark, die Südinsel und die Central Island-Nationalparks bilden die Lake Turkana-Nationalparks, die eine Gesamtfläche von 161.485 Hektar im Turkana-Seebecken mit einer Gesamtfläche von 7 Millionen Hektar umfassen. Der See ist der salzhaltigste See Ostafrikas und der größte Wüstensee der Welt, umgeben von einer ausgedörrten, fast fremdartigen Landschaft ohne Leben.

Der langgestreckte See Turkana, der sich 249 Kilometer von Norden nach Süden erstreckt und an seiner breitesten Stelle 44 Kilometer breit und 30 Meter tief ist, fällt entlang des Rift Valley von der äthiopischen Grenze ab. Er ist der viertgrößte See Afrikas und wegen seiner atemberaubenden Farbe als Jademeer bekannt.

Das Konzessionsgebiet umfasst einhundert archäologische und paläontologische Stätten sowie charakteristische geomorphologische Merkmale wie fossile Ablagerungen auf Sedimentformationen. Zahlreiche vulkanische Überläufe mit versteinerten Bäumen sind zu finden. Die aktuellen ökologischen Bedingungen bieten Heimat für eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt.

Seit dem Fund von Paranthropus boisei im Jahr 1969 in Kobi Fora, nördlich der Allia Bay, wurden umfangreiche paläontologische Entdeckungen gemacht. Die Entdeckung des Homo habilis zwei Millionen Jahre später bestätigt die Existenz eines relativ hoch entwickelten Hominiden und spiegelt den Klimaübergang von feuchtem Waldgrasland, als der jetzt versteinerte Wald blühte, zur heutigen heißen Wüste wider.

Zu den menschlichen und vormenschlichen Fossilien gehören Austrolophithecus anamensis, Homo habilis/rudolfensis, Paranthropus boisei, Homo erectus und Homo sapiens, die alle am selben Ort entdeckt wurden. Diese Erkenntnisse sind entscheidend für das Verständnis der evolutionären Vergangenheit der menschlichen Spezies.

Das Nilkrokodil, das Nilpferd und verschiedene Schlangenarten vermehren sich alle in den Inselparks. Für paläarktische Zugvögel ist der See eine wichtige Flugroute und Zwischenstation.

Die Nationalparks des Lake Turkana wurden 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

(Quelle UNESCO)

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