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Botanische Kulturlandschaft Richtersveld

SüdafrikaNamaqua RegionRichtersveld

Beschreibung

Botanische Kulturlandschaft Richtersveld 

Die Kulturlandschaft Richtersveld (offizieller Name: Richtersveld Cultural and Botanical Landscape) ist ein 160.000 Hektar großes, dramatisches Gebiet im äußersten Nordwesten Südafrikas. Diese Bergwüste ist das letzte Gebiet im südlichen Afrika, in dem die kulturelle Gruppe der Nama als halbnomadische Wanderhirten leben, welche saisonalen Zyklen folgen. Deshalb ernannte die UNESCO diese Landschaft im Jahr 2007 zum Weltkulturerbe.

Diese Kulturlandschaft ist Gemeinschaftseigentum und wird von dieser auch gepflegt. Im geschützten Gebiet befinden sich etwa 40 traditionelle Lagerplätze (stockposts), die von den Hirten abwechselnd aufgesucht werden. Je nach Jahreszeit wechseln sie zwischen höher und tiefer gelegenen Standorten (Transhumanz). Die Aufteilung der Lagerplätze auf Familien erfolgt gemeinschaftlich. Heutzutage halten sich die Angehörigen der Hirten dort nur noch am Wochenende auf. Als Unterkünfte dienen traditionell Binsenhütten, die haru om. Sie sind halbkugelförmig und über einem Holzgerüst mit fein geflochtenen Binsenmatten bedeckt. 

Die als Welterbe ausgewiesenen Gebiete werden vor allem als saisonaler Weidegrund genutzt. Tatsächlich tragen die Ziegen-, Esel- und Schafsherden erheblich zur Erhaltung der Karoo-Vegetation bei. Vermutlich ist über zweitausend Jahre so ein ökologisches Gleichgewicht entstanden.

Darüber hinaus spiegeln die saisonalen Wanderungen der Viehzüchter (seit mindestens zwei Jahrtausenden), die mit ihren traditionellen, zerlegbaren Häusern zwischen den Lagerstätten hin und her ziehen, eine Technik wider, die ursprünglich im gesamten südlichen Afrika weit verbreitet war; Heute praktizieren die Nama nur noch diesen nomadischen Lebensstil. 

(Quelle UNESCO)

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