Nördliches Mosambik
Beschreibung
Nördliches Mosambik
Die Mosambikinsel liegt im Norden Mosambiks, etwa 500 km südlich der Grenze zu Tansania und ist historisch wichtig, da sie zugleich die erste Hauptstadt des nach ihr benannten Landes war. Aufgrund ihrer reichen Geschichte, die sich in einem interessanten architektonischen Erbe manifestiert, wurde die Insel 1991 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.
Vor langer Zeit, als Vasco da Gama 1498 anlandete, war die Mosambikinsel ein Swahili Dorf der Araber und farbigen Bevölkerung, das einen Scheich hatte, der dem Sultan von Sansibar unterstellt war. Dieses Dorf wurde ständig von Arabern frequentiert, die hier ihren jahrhundertelangen Handel mit dem Roten Meer, Persien, Indien und den Inseln des Indischen Ozeans fortsetzten.
Im Jahr 1558 begann der Bau der Fortaleza de S. Sebastião, der größten Festung im südlichen Afrika. Diese war von äußerster Wichtigkeit, da die Insel zum Handelsposten für Tücher und Perlen aus Indien im Austausch gegen Gold, Sklaven, Elfenbein und schwarzem Holz aus Afrika geworden war. Außer den Portugiesen traten auch andere europäische Wettbewerber wie die Franzosen, Engländer und Holländer im Wettlauf um die Kontrolle der Handelswege an.
Heute ist die Mosambikinsel durch eine schmale, etwa 5 km lange Brücke, die in den 1960er Jahren gebaut wurde, mit dem Festland verbunden.
Weiter nördlich liegt die wichtige Hafenstadt Pemba, welche das Tor zur Provinz Cabo Delgato geworden ist. REISEWARNUNG: Es wird derzeit nicht empfohlen, in die Provinz Cabo Delgado zu reisen, da Terrorismus droht und es weiterhin zu Zusammenstößen zwischen bewaffneten Gruppen und Sicherheitskräften kommt.